Julfest - Winter-Sonnenwende

Am 21. Dezember ist der längste Tag des Jahres, gefolgt von der längsten Nacht des Jahres. In Skandinavien begehen die Menschen das Julfest, das skandinavische Weihnachtsfest. Dieser ganz besondere Zeitpunkt wird als Wintersonnenwende bezeichnet.

Das Julfest ist der Vorläufer des Weihnachtsfests, wie wir es heute in den meisten Ländern der westlichen Hemisphäre kennen.

Der Brauch, die Wintersonnenwende mit dem Julfest zu feiern, geht auf die Kelten und Alten Germanen zurück. Dieses Wintersonnenwendfest war das wichtigste Fest im Jahr, da es als Geburtsfest der Sonne galt, die durch ein brennendes Rad symbolisiert wurde. Es ist zu vermuten, dass die Germanen und Kelten dieses für sie so wichtige Fest recht wild gefeiert haben. Ursprünglich wurde das Julfest zu Ehren des Hauptgottes Odin abgehalten.

Kaiser Karl der Große, der Herrscher über die Franken, verbreitete den christlichen Glauben, wenn notwendig auch mit Gewalt. So verbot er im Jahr 800 das heidnische Julfest, denn diese Festivität stand der Verbreitung des Christentums im Wege. Zuwiderhandlungen zogen die Todesstrafe nach sich.

Später deuteten die Gläubigen des Christentums die Wintersonnenwende als Geburt des Christkindes um und machten aus diesem feierlichen Anlass das christliche Weihnachtsfest. Der Zeit des Neubeginns fällt auf die Tage zwischen den Jahren. Mit der Rückkehr der Sonne kehrt nach dunklen Tagen und langen Nächten auch das Licht zurück. Denn auch beim christlichen Weihnachtsfest geht es um eine Geburt des Lichts in dunkler Nacht.

Das skandinavische Weihnachtsfest Jul

Es war jedoch nie gelungen, die mystischen Bräuche rund um das Julfest in der Zeit des Christentums abzuschaffen. So wünscht man sich noch heute zum skandinavischen Weihnachtsfest „God Jul“, was „Frohe Weihnachten“ bedeutet. Der aus Stroh bestehende Julbock wird unter dem Weihnachtsbaum aufgestellt. Seine Hauptaufgebe besteht darin, die Geschenke zu tragen.

Der Mittelpunkt des Weihnachtsabends ist das gemeinsame Essen. Beim Julklapp geht es recht heiter zu, denn in viele Lagen verpackte Scherzgeschenke werden mit dem Ausruf „Julkap“ in den Raum geworfen und ausgepackt. Jedes Geschenk ist an eine bestimmte Zielperson gerichtet. Darin befinden sich kleine Gaben oder Verse. Hier steht der persönliche und nicht der materielle Wert im Vordergrund. Am ersten Weihnachtstag gehen die Gläubigen in die Kirche. In den Landgemeinden stellen die Menschen brennende Kerzen in die Fenster, sodass der Kirchgang einen zusätzlichen Zauber entfaltet.Julfest Rituale und Bräuche

Nach den Bräuchen der Alten Germanen und Kelten war das Julfest ein Lichterfest. An diese Bräuche erinnern heute nur noch der mit zahlreichen Lichtern geschmückte Weihnachtsbaum und die vier Kerzen auf dem Adventkranz. Bis zum 6. Januar wird Jul zwölf Nächte lang gefeiert. Diese feierlichen Nächte werden als Rauhnächte bezeichnet.

Es handelt sich um uralte Rituale und Bräuche, denn in diesen Nächten werden die Häuser ausgeräuchert und mit Rauch gereinigt. Man sagt, in diesen zwölf Nächten seien seltsame Gestalten unterwegs. Frau Perchta kommt vorbei, um nachzuschauen, wer das ganze Jahr über strebsam und fleißig oder faul war. Frau Perchta ist auch unter dem Namen Frau Holle aus dem Märchen der Gebrüder Grimm bekannt.

Die skandinavischen Länder sind den keltischen und germanischen Bräuchen nach wie vor verbunden, denn das Weihnachtsfest heißt noch immer Jul und auf so manchem Platz wird der Julbock aufgestellt. Diese Bockgestalt wird mit den Ziegenböcken des Hautgottes Odin in Verbindung gebracht.

Beim Übergang zum Christentum glaubten die Menschen an dämonische Ziegenböcke, die in ihre Häuser eindrangen. Nicht immer wurde der Ziegenbock jedoch mit dem Bösen verbunden, denn er galt auch als Fruchtbarkeitsymbol und Überbringer der Geschenke für die Kinder. Der Ziegenbock galt auch als Symbol für die Vertreibung böser Geister.

So verkleideten sich junge Männer als Ziegenbock, um die Menschen zu erschrecken. Beim Julklappen werden die Geschenke verteilt. Dieser nordische Brauch ist vergleichbar mit dem in unseren Breitengraden bekannten Wichteln. Mit einem großen, als Julblock bezeichneten Holzklotz, der 12 Tage und Nächte brennen soll, wird an die Julfeuer der Ahnen erinnert.

Die mystischen Rauhnächte

Die Wintersonnenwende und der damit verbundene Brauch der Rauhnächte galten für die Kelten und Alten Germanen in der vorchristlichen Zeit als besonderer Wendepunkt mit einer ganz eigenen Magie, der den Neubeginn sämtlichen Lebens symbolisierte. Der genaue Zeitpunkt der Entstehung dieses nordischen Brauchs ist allerdings nicht gesichert. Historiker wissen jedoch, dass Licht und seine Wiederkehr für die nordgermanischen Völker eine große Bedeutung hatten. Die dunkle Jahreszeit beginnt hier im Oktober, die Nächte sind lang und die Tage entsprechend kurz.

Allerdings sind Dokumente antiker Geschichtsschreiber erhalten geblieben, die von Spielen und großen Festessen der Germanen zur Winterzeit berichten. Bereits aus dem 6. Jahrhundert sind Bräuche bekannt, dass die nordischen Völker Boten auf die höchsten Berge entsandten, um sich auf die Suche nach der Sonne zu machen. Sobald sich die Sonne wieder zeigte, wurden freudig Feuer zu Ehren des wiederkehrenden Lichtes entzündet. Die Feierlichkeiten zur Rückkehr der Sonne fanden an besonderen Kultorten statt. Auch in Deutschland kannte man das Julfest. Als wichtige deutsche Kultstätte gelten die Externsteine.

Das Fest zur Wintersonnenwende steht immer in Verbindung mit den darauf folgenden mystischen Rauhnächten, mit denen die Dämonen der dunklen Winterzeit vertrieben werden sollten. Der Begriff geht auf das Wort rau zurück, was in der alten vorchristlichen Zeit mit den Eigenschaften wild und haarig in Verbindung gebracht wurde. Im germanisch-keltischen Kulturkreis folgten die 12 Rauhnächte direkt im Anschluss auf das Julfest. Die nordischen Völker verbanden die Rauhnächte nicht nur mit dem Tod, sondern auch mit dem Neubeginn.

Dem Volksglauben nach trieben behaarte Dämonen als Perchten oder Pelzer in diesen Rauhnächten ihr Unwesen. Rund um diesen nordischen Brauch sind jedoch zahlreiche Mythen und Märchen angesiedelt. So soll die wilde Jagd des Hauptgottes Odin in diesen mystischen Nächten stattgefunden haben. Frau Perchta belohnte das Gute und bestrafte das Böse und wird noch heute mit der im nordischen Glauben verbreiteten Totengöttin Hel in Verbindung gebracht. Bis zum heutigen Tage halten viele Menschen in den nordischen Regionen an dem Brauch der mystischen Rauhnächte fest.

(Info aus www.weihnachtszeit.net)

Immer schon war die Winter Sonnenwende auch ein Fest zu Ehren des weiblichen und wird ebenso „Modrainiht“ oder „Mutternacht“ Genannt. Denn es hieß, die Mutter- Göttin, die Erde bringt in der Zeit der größten Stille und Dunkelheit das neue Licht-Kind, den Sonnen-Gott, auf die Erde und damit neues Leben. Und ebenso wie die Pflanzen aus dem Dunkel der Erde, werden wir Menschen und die Tiere aus dem Mutterschutz und seine Geborgenheit Spenden Dunkelheit geboren.

Die Mutter ist in allen Traditionen wichtig. Daher wurde sie als Matrum Noctem (römisch) und Mondrainiht (keltisch) als Lebensschöpferin sehr verehrt und den Frauen, der Weiblichkeit, dem Schoßraum und seiner Kraft gewidmet.

Die dunkelste Nacht galt als Trägerin des Ursprung des Lebens, des ganzen Universums, da alles Leben in Dunkelheit – im Mutterleib – entsteht.

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