Ob in der Bibel, im Märchen oder in vielen geflügelten Worten – die Zahl „7“ begegnet uns überall: Es gibt sieben Todsünden, sieben Zwerge, das verflixte siebte Jahr. Und was ist wohl die häufigste Antwort auf die Frage nach der Lieblingszahl? Die Sieben!

 

7 Jahres Zyklus: Wie die Zahl Sieben unser Leben beeinflusst

Warum bloß hat die 7 diese Anziehungskraft? „Die 7 ist die Zahl der Wandlung. Ihre Bedeutung taucht in unterschiedlichen Religionen und Lebensbereichen auf, immer dann, wenn es um Veränderung geht“,

Vor allem aber steckt sie, bildlich gesprochen, auch in uns: Unsere Zellen etwa erneuern sich alle sieben Jahre komplett. Und auch unsere Persönlichkeit entwickelt sich ständig weiter, bedingt durch prägende Ereignisse wie z. B. Pubertät, Partnerschaft, Wechseljahre usw.

Der griechische Philosoph Solon (640–560 v. Chr.) hat entsprechend dieser Zäsuren als Erster die Entwicklung des Menschen in Siebenjahresperioden beschrieben (jeweils bis zum vollendetem Lebensjahr und vom Geburtstag an gerechnet. Die Sieben-Jahres-Phasen lassen sich wie folgt aufteilen:

0–7 Jahre: Geborgenheit

Unser erstes Bezugsfeld ist die Familie, in der wir Geborgenheit erfahren. Im Idealfall entsteht das Urvertrauen, das uns stark macht fürs Leben. Mit dem Zahnwechsel um das 7. Lebensjahr ist die Grundform des Körpers ausgebildet, dann treten wir in die nächste Phase ein.

7–14: Ablösung

Der Beginn der Schulzeit stellt uns vor neue Herausforderungen, die uns prägen. Wir beginnen, uns von den Eltern zu lösen. Mit 14 dann befinden wir uns auf dem Höhepunkt der Pubertät.

14–21: Neugier

Das dritte Jahrsiebt ist die Zeit der großen Freiheit und des Ausprobierens. In dieser Lebensphase haben wir als junge Erwachsene keine Angst Fehler zu machen und wir verlieben uns – in Menschen, Ideen, Visionen.

21–28: Suche

Berufswahl und Beziehungen stehen jetzt im Vordergrund. Wir lernen, unsere Sehnsüchte und Wünsche Realität werden zu lassen – aus der Suche wird ein Finden.

28–35: Bewährung

Das Leben nimmt Fahrt auf, beruflich wie privat (Hausbau, Kinder). Es ist unsere aktivste, leistungsstärkste Phase, in der wir entscheidende Weichen für unsere Zukunft stellen.

35–42: Reflexion

Zeit für eine erste Standortbestimmung. In dieser Lebensphase stellen wir uns die Frage: Wo stehe ich? Was habe ich bis jetzt geleistet? Wo will ich noch hin?

42–49: Abgrenzung

Kämpfe, mit uns selbst oder mit dem Partner, beherrschen diese Zeit (Midlife-Crisis). Mancher orientiert sich jetzt in vielerlei Hinsicht noch mal neu.

49–56: Weitblick

Aus Krisen (auch bedingt durch die Zäsur des 50. Geburtstages) gehen wir gestärkt hervor – mit dem Bewusstsein für das, was uns wirklich guttut.

56–63: Leichtigkeit

Wir müssen uns und anderen nichts mehr beweisen, schauen verständnisvoller über die Fehler der anderen hinweg, werden auch dem Partner gegenüber toleranter.

63–70: Erneuerung

Die größte Umwälzung, der Renteneintritt, sorgt für neue Impulse. Das wirkt auch positiv auf die Beziehung – wenn wir uns konstruktiv damit auseinandersetzen.

70–77: Rückschau

Viele treibt in dieser Lebensphase die Sehnsucht nach der alten Heimat, nach Kindheit und Jugendzeit um. Kein Wunder, dass nicht wenige jetzt ihre Erinnerungen aufschreiben, um die Zeit wieder aufleben zu lassen.

77–84: Weisheit

Die Lebenserfahrung ist ein Schatz, den uns keiner mehr nehmen kann. Sie macht uns zu gelassenen Ratgebern.

84–91: Loslassen

Körper und Geist sind müde. Die Zeit des Kämpfens und Drängens ist lange vorbei. Versöhnung und Nachsicht, vor allem mit sich selbst, sind die vorherrschenden Themen.

Ab 91: Zufriedenheit

Man ruht in sich, strahlt von innen, kann zufrieden und in Demut und Dankbarkeit auf sein Leben zurückblicken.

Die Bedeutung der 7: Die Natur macht’s vor

Einige Forscher vermuten, dass die Sonderstellung der Sieben auf frühen Naturbeobachtungen beruht: Die Babylonier erkannten am Himmel nämlich sieben Himmelskörper – Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Neptun wurde erst 1846 entdeckt.

Fakt ist aber, dass die Zahl 7 in der Natur vorkommt: So besteht der Regenbogen aus sieben Farben, und der Mond tritt alle sieben Tage in eine neue Phase ein.

Philosoph fand das „Sieben-Phänomen“

Vor über 300 Jahren entdeckte der Philosoph John Locke bei einem Test das „seven phenomenon“ (engl. für: Sieben-Phänomen). Er stellte fest, dass Testpersonen, die eine größere Anzahl von Gegenständen einen kurzen Augenblick lang sehen und dann später wieder aufzählen sollen, bei bis zu sieben Objekten eine Trefferquote von fast hundert Prozent haben. Bei mehr als sieben Gegenständen kam es zu einem plötzlichen Abfall der Quote.

 

 

 

Mit diesen Zeilen möchte ich Dich diesmal erinnern, dass alles im Leben stets in Bewegung ist, dass das Leben fließt und sich zyklisch verändert.Nimm Deine Umgebung bewusst wahr und achte darauf wie sich alles verändert. Achte auf die Jahreszeiten, wie sie sich verändern und wie sich das Leben bewegt. Beobachte das Spiel des Lebens. Nichts ist konstant, laufend erneuert sich das Leben. Die Konstante im Leben ist die Veränderung.

Vielleicht hast du öfters das Gefühl Du willst Dich zurück ziehen, ausruhen. Du brauchst eine Pause?

Lass mal für einen Moment oder auch länger, das Leben an Dir vorüber ziehen. Sei achtsam auf das, was Du fühlst und auf das, was Du im Außen wahrnimmst. Gib Dir Zeit und Raum Dich zu sammeln, zur Ruhe zu kommen. Du lässt das Außen an Dir vorüber ziehen statt Dich von ihm antreiben und bestimmen zu lassen.

Wenn das Außen zur Ruhe gekommen ist. Beobachte Deinen Atem wie er kommt und geht. Lass ihn sein, ohne ihn zu bewerten, ohne ihn zu beeinflussen. Beobachte wie er kommt und geht.

Nun schau in Dich hinein. Fühle in Dich hinein. Du benötigst Ruhe und Erholung. 

Diese Ruhe und Erholung benötigen wir immer wieder, zyklisch. Finde Deinen Rhythmus, wann es für Dich Zeit ist in die Stille zu gehen, Dir selbst und dem Leben zu lauschen ohne Dich antreiben und bestimmen zu lassen. Komme in Dir selbst an und erkenne Deinen eigenen Rhythmus im Leben. Erkenne den Rhythmus des Lebens – nicht jenen der Gesellschaft oder den der Anderen, den Rhythmus des Lebens.

Das Leben pulsiert und kommt zwischendrin zur Ruhe. Genau wie Du. Gönne Dir Deine Auszeit.

In der Ruhe und Stille geschieht Wandlung und Heilung. Gib Dir Bewusst solche Momente. Gib Dir bewusst Momente in denen Du beobachtest was Dein Rhythmus ist, was Dein momentaner Zyklus ist. Wo stehst Du? Was Treibt Dich voran?

Erlaube Dir Dich tief mit Mutter Erde und der Natur zu verbinden. Stimme Dich auf den Rhythmus und den Herzschlag der Erde ein. Denke und fühle langsamer und vertraue darauf, dass alles gut geht.

Überall um Dich gibt es Anzeichen, dass sich Alles zum Guten fügen wird. Schau hin und erkenne!

Erinnere Dich im Alltag, in Beziehungen, in der Arbeit oder Zuhause mit Deiner Familie immer wieder an den Pulsschlag von Mutter Erde. Schwinge Dich in Ihren Rhythmus mit ein und finde Dein eigenes Tempo im Leben. So individuell die Menschen sind, so sind auch Ihre Rhythmen. Lebe Deine Einzigartigkeit und schöpfe Kraft aus Deinem eigenen Rhythmus. Nütze den Sonnenzyklus – die Jahreskreisfeste, nütze die Mondzyklen, schwing Dich auf sie ein.

Spüre wie das Leben dich trägt. Erlaube es Dir. Du bist getragen.

Das Außen bewegt sich auch mal ohne Dir. In Deiner Stille Zeit kannst Du abwägen, beobachten, Erkennen und Klare Entscheidungen treffen. Du findest Deine Erholung und die für Dich notwendige Zeit. Liebe Dich und gib Dir was Du brauchst um zu wachsen.

Erkenne Deine Verletzlichkeit und Deine Stärke, und lerne, wann und wie Du beides zu Deinem Vorteil nutzen kannst!

Nutze vielleicht das regelmäßige Qi Gong Training oder Meditation um mehr in den eigenen Flow zurück zu kommen und geistig zur Ruhe zu kommen. www.sinchi-akademie.com
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